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Holz aus dem Helden gemacht werden

Schüler*innen aus dem Tischlerhandwerk in Luxeuil-les-Bains (September 2018)

Deutsch-Französisches Projekt der Auszubildenden im Tischlerhandwerk

Peter-Behrens-Schule und Lycée Lumière aus Luxeuil-les-Bain


Anfang März 2018 waren französische Schüler*innen mit ihren Betreuern und Fachlehrern zu Gast bei uns in der Schule. Während einer Woche wurde gemeinsam an einem Holzprojekt gearbeitet und die ersten Kontakte zwischen den Schülern haben sich trotz der Sprachbarrieren gut entwickelt.

Vor kurzem erfolgte nun der Gegenbesuch mit Schülern aus der Tischler Ober- und Mittelstufe. Vom 17.9. – 21.9.2018 verbrachten wir mit der Schülergruppe in Luxeuil–les-Bains eine spannende Projektwoche, in der wir alle wichtige und neue Erfahrungen mit dem französischen Bildungs- und Ausbildungssystem gemacht haben.

Eine spannende Woche lag vor den Schülern, die sich mit Neugierde und Kommunikationslust zusammen mit uns auf den Weg gemacht haben.

In den Werkstätten des Lucée Lumieère haben die Schüler*innen gemeinsam einen „wandelbaren Picknickkorb“ – vom Picknickkorb zum Picknicktisch hergestellt. Das Holzobjekt war in den Grundzügen vorbereitet, so dass die Schüler es innerhalb eines Tages mit individuellen Einlegearbeiten fertig stellen konnten. In kleinen Gruppen haben unsere Schüler zusammen mit den französischen Schülern ihr Projekt beendet.


Untergebracht waren unsere Schüler im Internat der Schule – auch ein wichtiges Erlebnis da die strengen Regeln eher ungewohnt waren. Die Schulen in Frankreich unterliegen seit den Terroranschlägen strengsten Sicherheitskontrollen bis dahin, dass die Schulen früh am Abend abgeschlossen werden und so die Beweglichkeit erheblich eingeschränkt ist.

Nachdem wir Montagnachmittag in Luxeuil angekommen sind, gab es ein fröhliches Wiedersehen, Vorstellungsrunden und einige Sprachanimationen, um sich sprachlich wieder etwas anzunähern. Der Tag wurde durch ein gemeinsames Abendessen in der schuleigenen Mensa abgerundet.

Am Dienstag war dann der zentrale Projekttag in der Werkstatt.

Mittwoch und Donnerstag waren einerseits geprägt durch zwei Firmenbesichtigungen, eine große Fensterbaufirma und eine Spanplattenfabrik, und zum anderen durch Ausflüge in die Region. Besichtigt haben wir die Zitadelle von Besancon und die Marienkapelle von Ronchamp, erbaut von Le Corbusier. Außerdem waren wir im forêt du boneval unterwegs und haben die Holzkonstruktionen der Baumhäuser und schwimmenden Häuser begutachtet.

Freitag wurden die letzten Feinheiten am Objekt fertiggestellt und nach einem kurzen abschließenden Brainstorming haben wir uns wieder auf den Rückweg gemacht.

Von allen wurde übereinstimmend zurückgemeldet den Schüleraustausch im Bereich der Ausbildung auf jeden Fall im nächsten Jahr weiter zu führen – dann mit einer neuen Projektidee!

Trotz der sprachlichen Schwierigkeiten haben sich die Schüler in der Woche wieder ein Stück angenähert, sich ausgetauscht, angefreundet und vor allem ihre Kontakte und Verbindungen ausgebaut.

Im Zeitalter von „Google und Internet“ stellt auch die fehlende sprachliche Sicherheit kein Problem mehr dar.

Wir freuen uns jedenfalls auf weitere Projekte und die Fortsetzung der gemeinsamen Arbeit.

Geplant ist der nächste Austausch im September 2019. Die Schüler des Luycée Lumiere werden dann wieder nach Darmstadt kommen.


Hier der französische Artikel über den Schüleraustausch: http://euroboislumiere.blogspot.com/