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Gleichwertiger mittlerer Abschluss

Auszug aus der „Verordnung über die Berufsschule“ vom 9. September 2002 (zuletzt geändert durch VO v. 11. Juli 2011) Hessisches Kultusministerium Wiesbaden

(...)

Zweiter Abschnitt

Erwerb eines dem mittleren Abschluss gleichwertigen Abschlusses in der Berufsschule

§ 9 Voraussetzungen und Gleichstellungsvermerk

Berufsschülerinnen und Berufsschüler mit Ausbildungsverhältnis erhalten einen dem mittleren Abschluss gleichwertigen Abschluss zuerkannt, wenn sie

  1. den Hauptschulabschluss oder einen gleichwertigen Bildungsstand nachweisen,
  2. a) entweder mindestens fünf Jahre Unterricht in einer Fremdsprache, in der Regel Englisch, mit befriedigenden Leistungen abgeschlossen haben oder im Verlauf des Berufsschulbesuchs abschließen oder b) oder an mindestens 240 Stunden Englischunterricht während ihres Berufsschulbesuches teilnehmen und diesen Wahlunterricht, der zu benoten ist, mit mindestens befriedigenden Leistungen abschließen oder c) nach Feststellung durch die Schule einen gleichwertigen Bildungsstand nachweisen,
  3. einen mindestens 80 Stunden umfassenden Unterricht im Fach Deutsch / Fremdsprache mit mindestens ausreichenden Leistungen abschließen,
  4. im Abschlusszeugnis der Berufsschule einen Gesamtnote von mindestens 3,0 erreicht wird und
  5. die Abschlussprüfung in einem anerkannten Ausbildungsberuf von mindestens zweijähriger Ausbildungsdauer bestanden haben.

In das Abschlusszeugnis der Berufsschule ist folgender Vermerk aufzunehmen: “Dieses Zeugnis ist dem mittleren Abschluss gleichwertig”.

(...)

 

§ 10 Schülerinnen und Schüler aus dem verkürzten gymnasialen Bildungsgang

 

(1) Schülerinnen und Schüler aus dem verkürtzten gymnasialen Bildungsgang, die ein Versetzungszeugnis in die Einführungsphase einer öffentlichen oder staatlich anerkannten gymnasialen Oberstufe vorweisen, erhalten mit Abschluss des ersten Ausbildungsjahres ein Zeugnis, welches dem mittleren Abschluss gleichgestellt ist. Die Gleichstellung wird im Zeugnis unter "Bemerkungen" aufgeführt und beinhaltet den Wortlaut "Dieses Zeugnis entspricht in Verbindung mit dem Versetzungszeugnis in die Einführungsphase einer öffentlichen oder staatlich anerkannten gymnasialen Oberstufe dem mittleren Abschluss."

(2) Im Falle der Ausstellung eines Abgangzeugnsses am Ende des ersten Ausbildungsjahres können Schülerinnen und Schüler aus einem verkürzten gymnasialen Bildunggang, die ein Versetzungszeugnis in die Einführungsphase einer öffentlichen oder staatlich anerkannten gymnasialen Oberstufe vorweisen, auf ihren Antrag oder bei Minderjährigen auf Antrag der Eltern ein Abgangszeugnis erhalten, welches dem mittleren Abschluss gleichgestellt ist. Die Betroffenen sind vor der Antragsstellung zu beraten. Die Gleichstellung wird im Abgangszeugnis unter "Bemerkungen" aufgeführt und beinhaltet den Wortlaut "Dieses Zeugnis entspricht in Verbindung mit dem Versetzungszeugnis in die Einführungsphase einer öffentlichen oder staatlich anerkannten gymnasialen Oberstufe gemäß Beschluss der Klassenkonferenz dem mittleren Abschluss." Die Entscheidung trifft die Klassenkonferenz.

(3)Der nach Absatz 1 zuerkannte Abschluss wird im Abschlusszeugnis der Berufsschule vermerkt. Dazu wird unter "Bemerkungen" der Satz eingefügt: "Mit Zeugnis vom [Datum des Zeugnisses des ersten Ausbildungsjahres] wurde ein dem mittleren Abschluss gleichwertiger Abschluss zuerkannt."