Klassenübergreifendes Lernen: Experimentiertag zum pH-Wert

Ende April besuchten neun Schülerinnen und Schüler der WfbM Aumühle, betreut von Frau Schollemann und Frau Bahl, die Klasse 10 BÜA 1-3 mit dem Schwerpunkt Chemie in der MBS. Ziel des gemeinsamen Tages war ein praxisnaher Einblick in naturwissenschaftliches Arbeiten sowie ein intensiver Austausch zwischen den beiden Lerngruppen.

Unter fachlicher Anleitung von Frau Schmitt hatten die Schülerinnen und Schüler der 10 BÜA Chemie m Vorfeld eigenständig einen Versuch zum Thema pH-Wert vorbereitet. Dabei stand nicht nur das Experiment selbst im Mittelpunkt, sondern auch die Aufgabe, ihr Wissen verständlich weiterzugeben.

Nach dem Eintreffen der Gäste begann der Tag mit einer Einführung in die Laborregeln. Die Lernenden der 10 BÜA hatten hierfür anschauliche Karteikarten gestaltet, die sie erklärten und anschließend gemeinsam an einer Pinnwand befestigten.

Bereits in dieser Phase wurde die besondere Atmosphäre des Tages deutlich: Die Schülerinnen und Schüler arbeiteten konzentriert zusammen, und die Spannung bei den Teilnehmenden der Aumühle stieg spürbar, als klar wurde, dass sie gleich selbst aktiv werden würden.

Für die anschließende Versuchsdurchführung wurden Tandems gebildet, bestehend aus jeweils einer Schülerin bzw. einem Schüler der 10 BÜA und einer Teilnehmerin bzw. einem Teilnehmer der Aumühle. Auf diese Weise konnten die Lernenden der BÜA ihre Partnerinnen und Partner gezielt anleiten und unterstützen. Dabei wurde bewusst auf die individuellen Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler eingegangen, sodass alle aktiv und erfolgreich am Experiment teilnehmen konnten.

Im praktischen Teil stellten die Teams zunächst gemeinsam einen Indikator aus Rotkohl her. Dafür wurden Rotkohlblätter zerkleinert, in Wasser gekocht und anschließend filtriert.

Die entstandene Flüssigkeit diente als natürlicher pH-Indikator, der je nach Säure- oder Basengehalt seine Farbe verändert.

Im Anschluss untersuchten die Schülerinnen und Schüler verschiedene Alltagsstoffe in Reagenzgläsern. Mithilfe des Rotkohlindikators konnten sie erkennen, ob es sich um saure, neutrale oder basische Lösungen handelte. Die Farbveränderungen sorgten dabei für viele Aha-Momente und regten zu Gesprächen und Beobachtungen an.

Alle Ergebnisse wurden sorgfältig dokumentiert und verglichen. Dabei zeigte sich, dass nicht nur fachliche Inhalte vermittelt wurden, sondern auch wichtige soziale Kompetenzen: gegenseitige Unterstützung, Geduld und Kommunikation standen im Mittelpunkt des gemeinsamen Arbeitens.

Der Experimentiertag war für alle Beteiligten ein voller Erfolg. Er zeigte eindrucksvoll, wie inklusives und klassenübergreifendes Lernen gelingen kann. Die Schülerinnen und Schüler konnten voneinander lernen, Berührungsängste abbauen und gemeinsam neue Erfahrungen sammeln – eine wertvolle Erfahrung, die sicher noch lange in Erinnerung bleiben wird.

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