
„Das ist eine sehr interessante und wichtige Frage, die du stellst!“ Ein solches Lob hat wohl fast jede und jeder schon mal von ChatGPT, Gemini oder einer anderen künstlichen Intelligenz (KI) erhalten. Genau mit diesem alltagsnahen Phänomen stieg die Peter-Behrens-Schule am 27.05.2026 in ihren diesjährigen Pädagogischen Tag ein. Unter dem Fokus „KI-Tools in der Unterrichtsvorbereitung und im Unterricht“ widmete sich das gesamte Kollegium den rasanten Entwicklungen, Chancen und Herausforderungen dieser Technologie im schulischen Kontext.
Die Schulleiterin Frau Feld eröffnete den Pädagogischen Tag offiziell und begrüßte das Kollegium sowie das Team von „Articlett.Schule“, bei denen sie sich herzlich für die professionelle Durchführung und Begleitung des Tages bedankte.
Der Tag war strategisch in drei Zeitslots aufgeteilt, um allen Kolleginnen und Kollegen die Möglichkeit zu bieten, die vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten von KI-Tools intensiv kennenzulernen und den konkreten Einsatz für die eigene Schulpraxis vorzubereiten. Für das leibliche Wohl und den kollegialen Austausch in den Pausen war bestens gesorgt: Der Caterer En Woog übernahm die Mittagsversorgung und stellte ein reichhaltiges Buffet für das Kollegium bereit. Zur süßen Erfrischung gab es in der Mittagspause zudem noch ein ganz besonderes Highlight: Ein ehemaliger Schüler der PBS kam extra mit seinem kleinen, mobilen Eiswagen vorbei. Sein selbst hergestelltes Eis war heiß begehrt und sorgte für lange, aber glückliche Schlangen in der Cafeteria.
„Das ist eine sehr interessante und wichtige Frage, die du stellst!“ – Mit diesem Zitat verdeutlichte der Impulsvortrag direkt zu Beginn, dass es moderner KI oft gar nicht um die Außergewöhnlichkeit einer Frage geht, sondern vielmehr darum, eine scheinbare Beziehung zu den Nutzenden aufzubauen.
KI ist längst nicht mehr nur ein reines Werkzeug, das uns Texte schreibt, Formulierungen verbessert oder Informationen gibt. Mittlerweile fungiert sie auch als Gesprächspartnerin, emotionale Stütze und manchmal sogar als Freund. Mit der zunehmenden Beliebtheit von KI hat das Feld der sogenannten „KI-Companions“ rasant zugenommen. Das sind Systeme wie ChatGPT oder die KI-gestützte App Replika, mit der sich ein personalisierter, virtueller Freund oder Chatbot erzeugen lässt. Diese Anwendungen sind neben fachlicher Unterstützung gezielt auf das emotionale Miteinander und das Simulieren sozialer Beziehungen ausgelegt. Immer mehr Menschen nutzen sie, um über ihren Alltag, private Themen oder belastende Situationen zu sprechen. Ein großes Problem dabei ist jedoch die ausgeprägte Zustimmungstendenz dieser Modelle: Statt zu widersprechen oder zu kritisieren, stimmen sie den Nutzenden häufig zu – selbst bei fehlerhaften oder normverletzenden Aussagen. Was bedeutet das für unser reales soziales Miteinander?
Soziales Miteinander kann nicht in der Isolation entstehen. Es braucht echte soziale Trainingsräume, in denen Empathie, Kooperation, aber auch Konfliktfähigkeit gelernt und gelebt werden: Genau hier setzen Schulen und Lehrkräfte an – und erweisen sich damit als unverzichtbarer Teil für unser aktuelles und zukünftiges gesellschaftliches Zusammenleben.
Vielleicht wird gerade im Zeitalter hochentwickelter KI sichtbarer denn je, was menschliche Bildung eigentlich ausmacht: Nicht die reine Informationsvermittlung, sondern die unersetzbare Erfahrung echter zwischenmenschlicher Beziehungen.
Bildung braucht nicht nur Wissen, aber Wissen ist eine wichtige Grundlage. Beim aktuell hoch relevanten Thema Künstliche Intelligenz ist das Wissen breit gestreut. Daher gab es dazu ein vielfältiges Informations- und Ausprobierprogramm rund um Künstliche Intelligenz, ihre Funktionen, Grenzen und Möglichkeiten. Von einem Einblick in die verschiedenen Arten Künstlicher Intelligenz bis hin zum Einsatz von KI-Agenten war alles dabei. Es ging in Workshops um das Erleichtern von Arbeitsaufgaben mithilfe von KI und wie Text-, Bild-, Video- oder sogar Audioproduktion dabei unterstützen können.
Neben der Informationsvermittlung stand dabei insbesondere die Praxis im Vordergrund: Es wurden eigene Prompts entwickelt, Unterrichtsmaterial erstellt oder Songs generiert. Am Nachmittag übertrug das Kollegium diese Erkenntnisse in Erprobungsphasen, in der individuelle Ideen für Arbeitsgruppen oder zu spezifischen Themenfeldern erarbeitet wurden.
Zum Ende des Tages zog die Schulleitung ein durchweg positives Resümee. Frau Feld bedankte sich ausdrücklich für die rege und konstruktive Beteiligung des gesamten Kollegiums am Pädagogischen Tag. Ein besonderer Dank für die hervorragende Organisation und Vorbereitung ging an Nicole Scherbaum, Marcel Jungmann, Elena Cerrato, Mirko Boucsein, Nicole Pfeffer, Jenny Benner, Stephanie Kloppenburg, Sonja Gunkel und Anke Keller.
Mit den gewonnenen Ideen und Impulsen wird die Peter-Behrens-Schule nun den nächsten Schritt in Richtung digitaler Zukunft gehen: Das Angebot der Schule soll gezielt erweitert und entsprechende Lizenzen erworben werden. Ein wichtiger Schritt für eine zukunftsfähige Schule mit neuen Ideen und modernen Entwicklungsmöglichkeiten für sich verändernde Lernsituationen.